Gundelsheim - Übersicht aller Sehenswürdigkeiten


  1. Gundelsheim ist eine Stadt im Landkreis Heilbronn im fränkisch geprägten Nordosten von Baden-Württemberg. Sie gehört zur Region Heilbronn-Franken und zur Randzone der europäischen Metropolregion Stuttgart. Wegen ihrer jahrhundertelangen Zugehörigkeit zum Deutschen Orden nennt sie sich Deutschordensstadt. Durch die Stadt führt unterm Schloss vorbei die Burgenstraße, eine Ferienstraße von Deutschland nach Tschechien.

    Gundelsheim liegt am rechten Ufer des Neckars im Norden des Landkreises Heilbronn im Übergangsbereich des Neckarbeckens um Heilbronn zum Odenwald. Nordwestlich des Ortes und jenseits des Schlosses erstreckt sich der Michaelsberg, dessen Hochfläche das Neckartal um rund 100 Meter überragt. Der tiefe Taleinschnitt des Neckarzuflusses Anbach trennt ihn vom Siedlungsbereich. Durch den südlichen Ortsbereich fließt in flacher Mulde der neben Stauwehr und Neckarbrücke mündende, längere Lohgrab


  1. Michaelskapelle


  2. Die Michaelskapelle auf dem Michaelsberg bei Gundelsheim am Neckar gilt als eines der ältesten Kirchengebäude der Region.
    Der Michaelsberg weist Besiedlungsspuren bis zurück in die mittlere Steinzeit auf und soll bereits in vorrömischer Zeit als Kultstätte genutzt worden sein. Auch die Römer hinterließen dort, vermutlich im 2. Jahrhundert, einen Weihealtar des Jupiter und der Juno, der heute in einer Mauernische der Kapelle besichtigt werden kann. Vom Michaelsberg soll bereits zur Römerzeit ein Weg zu einer Villa Rustica auf dem Gelände des heute zur Burg Hornberg gehörenden Stockbronner Hofes geführt haben. Allerdings entsprach die Wegführung nicht exakt der des heutigen Verbindungsweges.


Gipsstollen


Der Gipsstollen in Neckarzimmern im Neckar-Odenwald-Kreis ist ein weitverzweigtes Stollensystem, in dem etwa 170.000 m² Fläche sowie mehr als 40 km Straßen- und Schienenwege von der Bundeswehr genutzt werden. Das ursprüngliche Gipsbergwerk, die auf das 18. Jahrhundert zurückgehende Grube Hornberg spielte bereits in der Kriegswirtschaft der beiden Weltkriege eine wichtige Rolle. Manche der Zufahrten befinden sich unmittelbar an der B 27.
Bereits im frühen 18. Jahrhundert wurde Kalkspat in den zur Burg Hornberg gehörenden Weinbergen am Neckar im zu Neckarzimmern gehörenden Weiler Steinbach abgebaut. Der Kalkspat wurde damals als Marmor-Alabasterstein verkauft. Darüber kam es zwischen der kurpfälzischen Regierung und der damaligen Grundherrschaft von Gemmingen-Hornberg zum Streit, da sich die Kurpfalzregierung das Besitzrecht über das Vorkommen anmaßte. Ein späterer Prozess stellte jedoch klar, dass die Freiherren von Gemmingen die rechtmäßigen Eigentümer waren. Zunächst wurde das abgebaute Gestein vorwiegend zum Kalkbrennen benutzt, später auch an diverse Porzellanfabriken verkauft. 1739 erreichte die persönliche Bitte des Kurfürsten Karl Philipp die Freiherren von Gemmingen-Hornberg, Marmor für eine Brunnenpyramide in Mannheim zu liefern. Nachdem daraufhingewiesen wurde, dass es sich bei dem gewonnenen Stein nicht um Marmor handelt, wurde lediglich ein Block gegen Bezahlung geliefert.

  1. Michaelsberg

  2.  
  3. Der Michaelsberg ist eine Erhebung bei Gundelsheim im Landkreis Heilbronn im nördlichen Baden-Württemberg. Ihre landwirtschaftlich genutzte Hochfläche liegt bis zu rund 100 Metern über dem Neckartal, auf ihrem höchsten Punkt steht die historische Michaelskapelle. Auf den Bergkanten ins Neckartal herunter reihen sich übereinander für den Weinbau errichtete, alte Steinterrassen, die dem Berg sein besonderes Gepräge geben. Südöstlich und knapp jenseits eines begrenzenden Bachtaleinschnittes liegt etwa 70 m unterhalb der Kapelle das Schloss Horneck, hinter dem sich unmittelbar die ersten Häuser der Stadt Gundelsheim anschließen.
    Der 240 Meter hohe Michaelsberg liegt nordwestlich von Gundelsheim am rechten Ufer des Neckars. Der Neckar umfließt hier kurz vor seinem Eintritt in den Odenwald in einer nicht ganz 2 km ausladenden Schlinge nach Westen den Berg und das an seinem westlichen Hangfuß gelegene Böttingen. Seit den Eiszeiten hat sich der Lauf des Neckars in der Gegend um Gundelsheim und das stromabwärts benachbarte Haßmersheim oft geändert, hiervon zeugen die Reste von alten Talmäandern. In einer östlichen, längst vom Fluss verlassenen Schlinge hat sich die Stadt Gundelsheim entwickelt. Der wechselhafte Lauf des Neckars hat die Hänge des Michaelsbergs nach Süden, Nordwesten und Westen geformt. Östlich des Berges hat sich der zumeist südlich, zuletzt zwischen Bergspitze und Schloss Horneck für einen halben Kilometer südwestlich fließende Anbach steil eingegraben, womit dann die Kontur des Berges auf der Karte etwa Tropfenform zeigt, die Literatur vergleicht sie auch mit einem „zugeschnürten Beutel“. Zusammen mit der Böttinger Neckarschleife ist der Michaelsberg seit 1976 als ein 176 Hektar großes Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen. Besonders geschützt als Naturdenkmal sind seit 1986 die von Hecken gesäumten, artenreichen Magerwiesen am südlichen Rand der Hochfläche, insbesondere die einen Hektar große Steppenheide Michaelsberg. Einzelschutz besteht auch für mehrere Trockenmauern, Steinriegel und Hecken.


  1. Walburga-Kirche

  2.  
  3. Die St.-Walburga-Kirche in Bachenau, einem Stadtteil von Gundelsheim im Landkreis Heilbronn im nördlichen Baden-Württemberg, ist eine katholische Kirche, die 1901/02 unter Einbeziehung eines älteren Kirchturms errichtet wurde.
    Die St.-Walburga-Kirche wurde nach Plänen von Ulrich Pohlhammer im neoromanischen Stil auf dem nördlich oberhalb des Friedhofs gelegenen Platz eines kleineren Vorgängerbauwerks errichtet. Die Weihe der Kirche vollzog Bischof Paul Wilhelm von Keppler. Der Turm stammt noch vom Vorgängerbau aus dem Jahr 1593. An der Südwand ist der Wappenstein des Hans Adam von Freiberg eingelassen, der 1593 Komtur des Deutschen Ordens auf Schloss Horneck war. Die Kirche hat ein vierjochiges Langhaus mit eingezogenem Chor. Die Glasfenster gestaltete Adolf Valentin Saile aus Stuttgart.


  1. St. Johannes Baptista

  2.  
  3. Die katholische Kirche St. Johannes Baptista in Bad Friedrichshall-Untergriesheim wurde 1839/40 erbaut.

    De ursprüngliche Kirche Untergriesheims war der hl. Cäcilia geweiht und befand sich auf dem Friedhof des Ortes. Nachdem der etwas südlich des Friedhofs gelegene Kirchenneubau fertiggestellt war, hat man die alte Kirche 1845 abgerissen. Die Weihe der neuen Kirche erfolgte am 21. Juni 1849 durch Bischof Josef von Lipp. In die neue Kirche hat man eine alte Glocke von 1714 übernommen, 1928 und 1952 kam jeweils noch eine Glocke hinzu. Die Kirche wurde mehrfach renoviert.


  1. Schloss Horneck

  2.  | Schloss
     | DE,
  3. Das Schloss Horneck war eine Burg des Deutschen Ordens in Gundelsheim am Neckar in Nachbarschaft zu den Neckarburgen Ehrenberg, Guttenberg und Hornberg. Zusammen mit der Burg Guttenberg beherrschte die Burg Horneck die sogenannte Deutsche Ebene und die Verbindungswege zwischen Heilbronn und Heidelberg. Heute dient die Schlossanlage als Heimathaus Siebenbürgen der Siebenbürger Sachsen.
    Die Ursprünge der Burg Horneck liegen im Dunkel. Jedoch wurde im Jahre 1238 ein Ludovicus de Horneck in einer Urkunde erwähnt. Daher wird vorsichtig vermutet, dass die Herren von Horneck die Gründer und Erbauer der Burg sein könnten. Man nimmt hierfür die Zeit um 1200 an. Um 1250 übergab der Besitzer der Burg, Konrad von Horneck, die Burg sowie seinen Teil an Gundelsheim dem Deutschen Orden und trat zusammen mit seinen beiden Söhnen dem Deutschen Orden bei. Dafür wurde Konrad von Horneck Komtur der neu geschaffenen Kommende Horneck. Der noch heute erhaltene Bergfried gilt als einziger Gebäudeteil, der noch aus der Gründungszeit der Burg stammen soll.


  1. Burg Hornberg

  2.  | Schloss
     | DE, EN
  3. Die Burg Hornberg war nach ältesten Urkunden eine Gaugrafenburg und später eine Ritterburg auf einem steilen 228,6 m ü. NHN hohen Bergsporn über dem Neckartal oberhalb des Ortes Neckarzimmern zwischen Bad Wimpfen und Mosbach. Die Spornburg bestand ursprünglich aus zwei eigenständigen Burganlagen mit gemeinsamer Vorburg, die erst später durch eine Mauer umfasst wurden. Götz von Berlichingen lebte 45 Jahre auf Burg Hornberg, für die er sich schon als Jugendlicher begeisterte. Das zur Burg gehörende, nach Urkundenlage zweitälteste noch bestehende Weingut der Welt betreibt unterhalb der Burg auf Steilterrassen traditionellen Weinbau.
    Die Burg wurde von der Denkmalstiftung Baden-Württemberg zum „Denkmal des Monats August 2013“ ernannt.


  1. Mahnmal Neckarzimmern

  2.  | Denkmal
     | DE, ES
  3. Das Mahnmal Neckarzimmern erinnert an die Deportation nahezu aller Jüdinnen und Juden Badens, der Pfalz und des Saarlandes am 22. und 23. Oktober 1940 in das Internierungslager Gurs im Rahmen der Wagner-Bürckel-Aktion. Es ist die einzige Gedenkstätte zu diesen Ereignissen in Baden.

    Das Mahnmal besteht einerseits aus einer 25 mal 25 Meter großen Bodenskulptur in Form eines Davidsterns, die sich auf dem Gelände der Jugendbegegnungsstätte in Neckarzimmern befindet. Der zweite Teil des Konzepts sieht zu schaffende Erinnerungssteine vor – ein Paar für jeden der 138 Orte der Region, aus denen Juden deportiert wurden –, von denen ein Stein im Ort bleibt und der andere in die zentrale Bodenskulptur integriert wird. Bis April 2018 wurden in 121 Gemeinden Erinnerungssteine gefertigt.


  1. Siebenbürgisches Museum

  2.  | Museum
     | DE, EN
  3. Das Siebenbürgische Museum im Schloss Horneck in Gundelsheim widmet sich der Sicherung, Bewahrung und Dokumentation des Kulturguts der deutschen Ethnien in Siebenbürgen, das im Zusammenhang mit den weiteren in Siebenbürgen vertretenen Ethnien dargestellt wird.

    Zu Beginn der 1950er Jahre sammelte Lore Connerth-Seraphin siebenbürgisch-volkstümliche Gegenstände in München. Nach ihrem Umzug in das Altenheim nach Gundelsheim schenkt sie die inzwischen umfangreiche Sammlung dem Hilfsverein „Johann Honterus“. Dieser richtete mit dieser und weiteren Sammlungen im Schloss Horneck eine Heimatstube ein, die Kernzelle des jetzigen Museums. Im Jahr 1968 wurde im Schloss Horneck ein kombiniertes Museum, das Heimatmuseum der Stadt Gundelsheim und das Heimatmuseum der Siebenbürger Sachsen eröffnet. Im Jahr 1991 bekam das Museum den Status eines Landesmuseums. Die Dauerausstellung wurde 1996/97 umfassend neu gestaltet und nach Themenkomplexen zur siebenbürgischen Kunst- und Kulturgeschichte gegliedert.


  1. Schefflenz

  2.  | Wasser
     | DE, EN

  3. Die Schefflenz ist ein rechter Nebenfluss der Jagst im Norden Baden-Württembergs. Auf ihrem gut etwa 24 Kilometer langen Lauf durchquert sie den Neckar-Odenwald-Kreis und den Landkreis Heilbronn.

    Die Schefflenz entspringt unmittelbar nördlich von Großeicholzheim auf etwa 328 m ü. NN und fließt danach in südliche Richtung. Sie durchquert nacheinander die Ortsteile der nach ihr benannten Gemeinde Schefflenz, nämlich Kleineicholzheim, Ober-, Mittel- und Unterschefflenz. Anschließend durchfließt sie die Billigheimer Ortsteile Katzental, Billigheim und Allfeld, wo von rechts der längste Zufluss Sulzbach einmündet. Im Unterlauf nach Südwesten gewandt, ist sie dort die Stadtgrenze zwischen Neudenau und Gundelsheim. Sie läuft in diesem Bereich durch ein idyllisches Wiesental, dessen Hänge beiderseits von Wäldern bestanden sind. Nördlich von Untergriesheim mündet sie auf 151,1 m ü. NHN als letzter bedeutenderer Nebenfluss in den Unterlauf der Jagst. Geologisch gesehen verläuft die Schefflenz in den Schichten des Muschelkalks.


  1. Gipswerk

  2.  | POI
     | DE
  3. Das heutige Gipswerk in Neckarzimmern im Neckar-Odenwald-Kreis geht auf ein im Ersten Weltkrieg errichtetes Bürogebäude der BASF zurück, das zum Betrieb des benachbarten Gipsstollens in Neckarzimmern erbaut wurde. Das Bürogebäude wurde nach dem Krieg im Zuge der Demontage des Reichsschwefelwerks und seiner zugehörigen Anlagen als Silogebäude und später als Gipswerk genutzt. Das Gipswerk liegt direkt an der B 27 längs des Neckars.
    Wenige Jahre vor dem Ersten Weltkrieg gelang es, das zuvor nur in Kokereien anfallende Ammoniak, nach dem Haber-Bosch-Verfahren unter Verwendung von Gips großtechnisch herzustellen. Ammoniak war ein wichtiges Zwischenprodukt zur Herstellung von Ammoniumnitrat, das sowohl als Düngemittel Verwendung fand, als auch zur Herstellung von Sprengstoffen . Daraufhin war die BASF unter großer Geheimhaltung über Strohmänner auf der Suche nach geeigneten Gipsvorkommen in der Nähe ihres Werkes in Ludwigshafen-Oppau. Fündig wurden sie in Neckarzimmern, wo schon seit längerer Zeit ein Gipsstollen betrieben wurde, der sich im Besitz der Herren von Gemmingen befand. Am 1. Mai 1914 kaufte die BASF diesen Stollen, in dem bis dahin etwa 30 Mitarbeiter beschäftigt waren und baute ihn erheblich aus; auch um das ab 1916 erbaute Reichsschwefelwerk im benachbarten Haßmersheim beliefern zu können.


  1. Steinbacher Mühle

  2.  | Mühle
     | DE
  3. Die Steinbacher Mühle ist ein am Neckar gelegenes historisches Mühlenanwesen im zu Neckarzimmern zählenden Weiler Steinbach im Neckar-Odenwald-Kreis im nördlichen Baden-Württemberg. In der anfangs nur als Getreidemühle genutzten Anlage wurde ab 1841 auch Gips gemahlen. Ab 1914 nutzte man das Mühlengebäude zur Stromproduktion für den Gipsstollen in Neckarzimmern, später kurzzeitig für ganz Neckarzimmern und Haßmersheim. Ab spätestens 1929 wurde die Mühle nur noch zu Lager- oder Werkstattzwecken genutzt, durch bauliche Veränderungen ist das alte Mühlengebäude inzwischen in einem größeren Hallenkomplex aufgegangen.
    Ein Müller in Steinbach wurde erstmals 1555, die Mühle selbst erstmals 1564 urkundlich erwähnt. 1602 war sie im Besitz der Herren von Berlichingen, die damals die oberhalb von Steinbach gelegene Burg Hornberg besaßen und damit die Grundherrschaft über Neckarzimmern und Steinbach ausübten. Nach 1630 war die Mühle im Besitz verschiedener Müller und auch der inzwischen als Grundherren aufgezogenen Herren von Gemmingen. Erpho von Gemmingen veräußerte die Mühle 1683 an Georg Philipp Heuss, der sie zwar schon 1689 weiterverkaufte, 1702 jedoch wieder als Müller genannt wird. 1784 fiel die Mühle vermutlich wie alle anderen Neckarmühlen einem extremen Hochwasser zum Opfer. Über die Wiederaufbaudauer ist nichts bekannt, bis 1829 ein Müllermeister Maysack als Besitzer genannt wird. 1841 fand man Gipsvorkommen in der Nähe der Mühle, woraufhin man in der Mühle auch Gips zu mahlen begann. Nach mehreren Besitzerwechseln trat 1889 ein Mannheimer Spekulant als Besitzer auf. 1890/91 erwarben wieder die Freiherren von Gemmingen das Anwesen und modernisierten es. Die Mühle wurde als Wassertriebwerk, Gipsmühle mit Gipsbrennerei, Getreidemühle und Sägemühle genutzt. Ab 1895 wurden auch Gipsdielen gefertigt, die Belegschaft betrug etwa 20 bis 30 Personen. Die Gipsverarbeitung in der Mühle war eng mit dem Gipsstollen in Neckarzimmern verbunden.


  1. Wallfahrtskirche Höchstberg

  2.  | POI
     | DE
  3. Die katholische Wallfahrtskirche Unserer lieben Frau im Nussbaum in Höchstberg bei Gundelsheim geht auf eine erstmals 1328 erwähnte Gnadenkapelle zurück, war bereits im späten Mittelalter ein beliebtes Wallfahrtsziel und wurde mehrfach umgebaut. Die Kirche wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört und erhielt ihre heutige Gestalt durch den Wiederaufbau in den Jahren 1946 bis 1958. Noch heute ist die Kirche ein beliebtes Wallfahrtsziel.
    Die Kirche in Höchstberg wurde erstmals 1328 in einer Bulle des Papstes Johannes XXII. als Kapelle erwähnt. Dem Inhalt der Mitteilung zufolge muss bereits damals die Wallfahrt nach Höchstberg etabliert gewesen sein; eine erste Gnadenkapelle wurde vermutlich um 1300 errichtet. Als Erbauer wird Johann von Wittstatt genannt, ein Hagenbacher Ortsadliger, dessen Epitaph sich vor der Zerstörung 1945 noch in der Kirche befunden hat. Das Patronat lag zunächst bei den Herren von Weinsberg im Auftrag des Bistums Würzburg, 1371 ging es auf die Herren zu Nussbaum im nahen Kloster auf dem Ilgenberg über. Zu Beginn des 16. Jahrhunderts ging das Patronat auf den Herzog von Württemberg über, ab 1585 auf den Deutschen Orden, der bereits seit 1396 den Ort Höchstberg besaß und eine wöchentliche Messe lesen ließ. Die Kapelle wurde vermutlich im Dreißigjährigen Krieg beschädigt, wurde jedoch unter dem Deutschen Orden danach wiederhergestellt.


  1. Reichsschwefelwerk

  2.  | POI
     | DE
  3. Das Reichsschwefelwerk, in einigen Dokumenten auch als S-Fabrik Neckarzimmern oder Es-Fabrik Neckarzimmern, in Haßmersheim, heute im Neckar-Odenwald-Kreis in Baden-Württemberg, wurde während des Ersten Weltkriegs errichtet, um aus den regionalen Gipsvorkommen den benötigten Schwefel für die kriegswichtige Sprengstoff- und Munitionsindustrie zu gewinnen. Von der nach dem Krieg größtenteils demontierten Anlage haben sich bis heute hauptsächlich die so genannte Alte Mälzerei und das benachbarte Sprengluftgebäude erhalten.
    Nachdem Italien zur Entente beitrat und Österreich-Ungarn den Krieg erklärte, war Deutschland 1915 von den kriegswichtigen Schwefeleinfuhren aus Italien und Spanien weitgehend abgeschnitten. Deshalb plante die Heeresleitung im Rahmen des Projektes „Rohstoff deutscher Gips“ den Bau eines Reichsschwefelwerkes in der Nähe größerer Gipsvorkommen, wo man den für die Munitionsherstellung dringend benötigten Schwefel auf chemischem Wege gewinnen wollte. Für den Aufbau einer Ammoniumnitratproduktion erwarb im Januar 1914 die BASF den Gipsstollen in Neckarzimmern. Zusätzlich kaufte die BASF für 22.000 Mark das Ausbeutungsrecht für das Gipsvorkommen unter dem benachbarten Haßmersheimer Gemeindewald in Richtung Hüffenhardt. Ein weiteres großes Gipsvorkommen lag im Nachbarort Obrigheim. So fiel die Standortwahl für den Bau des Reichsschwefelwerkes auf Haßmersheim. Es sollte binnen sechs Monaten in Betrieb gehen.


  1. Staustufe Gundelsheim

  2.  | POI
     | DE
  3. Die Staustufe Gundelsheim ist eine Staustufe des Neckars direkt am westlichen Ortseingang von Gundelsheim, einer Stadt im Landkreis Heilbronn in Baden-Württemberg . Die Staustufe verbindet die unterschiedlichen Wasserspiegelhöhen des Neckars im Übergangsbereich zwischen dem Neckarbecken bei Heilbronn und dem Odenwald.
    Die Schleuse Gundelsheim ist eine Doppelschleuse mit zwei Schleusenbecken am linken Ufer, einer dreifeldrigen Staustufe in der Mitte und einem Wasserkraftwerk auf dem rechten Ufer. Unmittelbar unterhalb der Schleusen wird der Neckar von einer Straßenbrücke der L528 überquert.


  1. Tiefenbach

  2.  | Wasser
     | DE
  3. Der Tiefenbach ist der letzte permanent wasserführende Zufluss der Jagst und fließt im Neckar-Odenwald-Kreis und im Landkreis Heilbronn. Er mündet von rechts gegenüber von Untergriesheim.
    Der Tiefenbach entsteht am Rand zum Wald im Muldengewann Roschlesgrund etwa 2 km südwestlich von Billigheim-Sulzbach im Neckar-Odenwald-Kreis. Von Anfang an und bis zur Mündung fließt er in südliche Richtungen. Er passiert zunächst westlich die Höfe Assulzerhof, Selbacherhof und Gänslacherhof, die zu Allfeld gehören, und hält sich dabei ungefähr an den östlichen Rand des Kronwaldes, der sich auf einem Höhenrücken südwestlich bis weit zum Neckartal erstreckt. Noch im Nahbereich der Höfe wechselt der Bach in den Landkreis Heilbronn über und durchfließt bald darauf Tiefenbach, einen Ortsteil von Gundelsheim.


  1. Stadtpfarrkirche St. Nikolaus

  2.  | POI
     | DE
  3. Die katholische Stadtpfarrkirche St. Nikolaus in Gundelsheim ist eine ehemalige Spitalkirche des Deutschen Ordens, die auf eine mittelalterliche Anna-Kapelle zurückgeht.
    Die mit dem Chor nach Osten ausgerichtete Anna-Kapelle, die sich am südlichen Ende der mittelalterlichen Stadt direkt an Stadtmauer und Stadtgraben befand, wurde im 15. Jahrhundert nach Süden um eine Frühmess-Kapelle mit gotischem Netzgewölbe und um den Kirchturm mit gotischen Maßwerkfenstern erweitert. Diese erste Vergrößerung der Kirche steht höchstwahrscheinlich in Zusammenhang mit der Stiftung des Gundelsheimer Spitals durch den Deutschmeister Eberhard von Saunsheim 1420 oder 1442. Das zweigeschossige Spitalgebäude mit einer Grundfläche von zehn auf zehn Metern wurde mit einem überdachten Gang westlich an die Kirche angebaut. Die Nikolauskirche diente lange Zeit ausschließlich dem Spital, da der Deutsche Orden die seit 1295 ebenfalls in Gundelsheim bestehende Georgskapelle als Stadtkirche ausbauen ließ .
  4. Fähre Haßmersheim

  5.  | Fähre
     | DE
  6. Die Fähre Haßmersheim war eine Oberleitungsfähre mit Kettenzug, die auf dem an dieser Stelle 115 Meter breiten und dreieinhalb bis vier Meter tiefen Neckar in Haßmersheim verkehrte. Sie verband den Ort Haßmersheim mit dem jenseits des Neckars gelegenen Bahnhof an der Neckartalbahn. Die Fähre gehörte zu den letzten Oberleitungsfähren, in Deutschland wird nur noch die Strausseefähre im brandenburgischen Strausberg auf diese Weise betrieben.
    Bis Mitte der 1930er Jahre verkehrte an dieser Stelle eine Gierfähre, die im Zuge der Neckarkanalisierung durch eine Kettenfähre ersetzt werden musste. Zunächst kam ein auf der Werft Ebert in Neckarsteinach neugebautes Dieselfährschiff zum Einsatz, die zuletzt verkehrende Fähre war 1948 gebaut worden. Bis 1951 war die Fähre verpachtet, danach wurde sie als Eigenbetrieb der Gemeinde betrieben.


  1. Anbach

  2.  | Fluss
     | DE
  3. Der Anbach ist ein rund 6,5 km langer Bach im nördlichen Baden-Württemberg, der bei Gundelsheim im Landkreis Heilbronn von rechts und Nordnordosten dem Neckar zufließt.
    Der Anbach läuft weit überwiegend im westlichen Teil des großen Waldgebietes Selbach nördlich von Gundelsheim. Er entsteht auf dem Gebiet der Gemeinde Neckarzimmern, etwa 1,3 km östlich des zu dieser Gemeinde gehörenden Weilers Stockbronn neben dem Forstweg Backenackerweg auf etwa 287 m ü. NHN. Von hier an läuft er zunächst südwestlich, markiert dabei bald die Grenze zwischen Neckarzimmern im Neckar-Odenwald-Kreis und Gundelsheim im Landkreis Heilbronn, tritt in die Stadtgemarkung von Gundelsheim und läuft dann immer südlicher. In seinem bis über die Hangschulter hinaus bewaldeten, bald 60 m tiefen Kerbtal passiert er den Böttinger Hof auf der Anhöhe rechts oben und dann den links etwas ferneren Weiler Dornbach.


  1. Evangelische Kirche Gundelsheim

  2.  | Kirche
     | DE
  3. Die evangelische Kirche in Gundelsheim im Landkreis Heilbronn im nördlichen Baden-Württemberg wurde 1895/96 erbaut.
    Das einst zum Deutschen Orden zählende Gundelsheim war bis zur Säkularisation des Ordens und dem Übergang des Ortes zu Württemberg praktisch rein katholisch. Im 19. Jahrhundert kam erstmals eine größere Zahl von Protestanten in den Ort. 1871 gab es 102 Protestanten . Bis 1924 hat sich ihre Zahl verdreifacht.


  1. Calvarienberg

  2.  | POI
     | DE
  3. Der Calvarienberg in Gundelsheim im Landkreis Heilbronn im Baden-Württemberg ist eine aus einer Kapelle, einer Kreuzigungsgruppe und Bildstöcken bestehende Kreuzwegstation aus dem 17. Jahrhundert.
    Die Kreuzkapelle wurde 1627 am nordwestlichen Stadtende vor dem Neckartor an der Straße nach Mosbach errichtet und 1858 an ihren heutigen Standort nordöstlich der Stadt an der Straße nach Tiefenbach versetzt.


  1. Schell Schokoladen

  2.  | Hotel
     | DE, ES, NL, IT, EN
  3. In Gundelsheim bietet das Schell Schokoladenladen kostenfreies WLAN. Jeden Morgen wird im Hotel ein kontinentales Frühstück serviert. Während Ihres Aufenthalts im Schell Schokoladen können Sie Aktivitäten wie Radfahren nachgehen.


  1. Hotel-Gasthof zum Ritter

  2.  | Hotel
     | DE, ES, NL, FR, IT, EN
  3. Dieses familiengeführte Hotel im Herzen von Haßmersheim bietet eine schöne Terrasse, die direkt am Fluss Neckar liegt. Im Hotel-Gasthof zum Ritter erwarten Sie kostenfreies WLAN und ein hoteleigener Anlegeplatz für Boote und Kanus.


  1. Dölchengraben

  2.  | Wasser
     | DE
  3. Der Dölchengraben, auch genannt Dölche, ist ein von der mündungsfernsten Quelle an gerechnet 2,7 Kilometer langer Bach auf dem Gemeindegebiet von Haßmersheim im Neckar-Odenwald-Kreis in Baden-Württemberg, der beim Dorf Haßmersheim von links in den Neckar mündet.
    Der Dölchengraben hat zwei ungefähr gleich lange Quellbäche, die beide westlich von Haßmersheim kurz vor dem bewaldeten Hang zum Reichertsberg in Flurlandschaft auf 170 ± 5 m ü. NN entstehen. Einer der beiden entspringt in einem kleinen Moorbecken; der andere zwischen Getreidefeldern, er liegt aber meistens trocken. Nachdem beide in Richtung Osten auf Haßmersheim zugelaufen sind, fließen sie am Rand des Kleingartengeländes vor dem Dorf zusammen. Die vereinte Dölche durchquert das Gelände, geht in eine Rechtskurve, fließt in ihr, von der Dölchenstraße begleitet, am Friedhof vorbei und anschließend entlang der Schulstraße durch bebautes Gebiet nur abschnittsweise verdolt nach Süden. Bevor sie wenig westlich des Sportplatzes ungefähr bei Flusskilometer 90 in den Neckar mündet, läuft sie an der Schule und einem Spielplatz vorbei.


  1. Hotel zum Lamm

  2.  | Hotel
     | DE, ES, NL, FR, IT, EN
  3. Dieses Hotel in Gundelsheim bietet ein klassisches Automuseum, Gourmetküche und kostenfreie Privatparkplätze. Die Stadt Heilbronn erreichen Sie mit dem Auto in 30 Minuten.


  1. Hotel-Restaurant Burg Hornberg

  2.  | Hotel
     | DE, ES, NL, FR, IT, EN
  3. Dieses 4-Sterne-Hotel in der historischen Burg Hornberg aus dem 11. Jahrhundert liegt auf einem Hügel, von wo aus Sie eine herrliche Aussicht auf das malerische Neckartal und die umliegenden Weinberge genießen.


  1. Wirtshaus am Treidelpfad

  2.  | Schutz für die Nacht
     | DE, ES, NL, FR, IT, EN
  3. Im Zentrum von Hassmersheim und nur 1 Gehminute vom Neckar entfernt empfehlen sich die rustikalen Apartments für 2 bis 5 Personen für einen ruhigen und unabhängigen Aufenthalt inmitten des Odenwaldes.


  1. Gasthof Adler

  2.  | Hotel
     | DE, ES, NL, FR, IT, EN
  3. Nur 100 m vom Neckarufer entfernt liegt der familiengeführte Gasthof Adler in der ruhigen Stadt Haßmersheim. Freuen Sie sich auf einfache Zimmer, eine traditionelle Metzgerei und kostenlose Parkplätze.


  1. Gäßnersklinge-Hohberg

  2.  | Natürlicher Bereich
     | DE
  3. Gäßnersklinge-Hohberg


  1. Haßmersheim, Bahnhof

  2.  | POI
     | EN


  1. Bahnhof Gundelsheim

  2.  | POI
     | EN


8 - 12 / 32







(Internet www.gundelsheim.de  Sehenswürdigkeiten)

Kartendaten © Thunderforest © OpenStreetMap contributors2 km

OpenStreetMap














Unsere Kunden

Hier sehen Sie, was diejenigen sagen, die schon mit uns gearbeitet haben.